Artikel aus der KanuNews & Packraft Video

Für den ersten Aprilsonntag wurde vom Organisationsteam des Erzgebirgsring als kleine Entschädigung für nunmehr 3 ausgefallene Veranstaltungen, eine Tagesveranstaltung mit Zuschusswasser der Talsperre Eibenstock geplant.

Im Vorfeld waren Heiko, Robbe und Markus in Aue, um mit den Wehrbetreibern zu sprechen und die Ein- und Ausstiegsstellen am „Kachelofen“ noch etwas freizuschneiden. Ein kleiner Aufruf per Mail an alle Kontaktdaten des Erzgebirgsrings durch André und schon stand einem sonnigen Sonntagsausflug mit Gleichgesinnten nichts mehr im Wege.

„Haste gedacht!“ Nach einem 20°C Wochenende sanken die Temperaturen, wie schon des Öfteren zum Erzgebirgsring, in den frostigen Bereich. Für das Wochenende waren Temperaturen um den Gefrierpunkt prognostiziert. „Na prima!“

Dies schreckte einige Kanukumpel des älteren Semesters dann doch ab, und so standen 28 Meldungen zu buche. „Naja, nicht sonderlich üppig, dachten sich die Verantwortlichen.“

Schlussendlich waren am Sonntagmorgen 10:00 Uhr aber 35 Aktive am Start.

Zuerst wurden die „Zielfahrzeuge“ am Penny-Markt in Aue geparkt, da sich diverser Paddelservice an diesem eisigen Sonntag sehr rar machte. Danach gings wieder hoch, ca. 500m unterhalb der Staumauer wurde ein Holzlagerplatz an der Neidhardtsthaler Straße als Startpunkt auserkoren. Das Wasser lief schon seit 8:00 Uhr mit 9,5 Kubik.

In die kalten Neo- und Trockenklamotten zu steigen, brauchte schon etwas Überwindung, aber da nur ganz „harte Kerle“ und 6 unerschrockene Mädels am Start waren, konnte es schon bald aufs Wasser gehen. Ein paar organisatorische Worte noch von Robbe und schon tummelten sich die viele bunten Kanus auf dem Wasser. Endlich mal wieder eine Befahrung in „größerer Runde“ – das war eine Freude und schon bald war man in seinem Element und die eisigen Temperaturen vergessen.

Der Wasserstand ließ sich gut an und so war es eine tolle 16 km lange Wildwasser-Paddeltour im schönen Tal der Zwickauer Mulde.

Kurzzeitig hatte auch die Sonne ein Einsehen und belohnte uns mit ein paar wärmenden Sonnenstrahlen. Aber auch Schneeflocken kitzelten uns an den eisigen Nasen.

Nach 7km entschlossen sich dann 2 Mädels die Tour am Rechenhaus zu beenden, da es ihnen doch etwas zu frisch war.

Das Highlight der Strecke, der „Kachelofen“ in Aue, wurde von vielen Kanuten befahren. Das war ein Gaudi und technisch schon etwas kniffelig. Soviel mir bekannt ist, kamen aber alle kenterfrei durch.

Gaudi am Kachelofen (Bild von Simone Ernst)

Mit einem besonderen Service wartete der Betreiber des „Hühnerwehrs“ auf die paddelnde Meute. In voller Montur stand er im Wasser und half jedem Einzelnen beim Aussteigen.

Trotz gefrorener Haare und Hände war es ein schönes Event und wir freuten uns darüber, dass Kanuten aus Dresden, Leipzig, Bamberg, Mittweida, Crimmitschau, Glauchau und Jena am Start waren. Hoffen wir, dass im diesjährigen Paddeljahr noch mehr „nach Plan“ laufen kann und uns nichts und niemand ausbremsen wird.

In diesem Sinne – wünsche ich allen Lesern ein tolles Jahr mit schönen Erlebnissen in nah und fern, sportlichen Highlights, Freude und Spaß mit neuen und alten Bekanntschaften, beste Gesundheit und gute Nerven für all die Dinge, die wir nicht in unserem Sinne beeinflussen können.

 

Katja Wagner, Mountain & River Glauchau

Packrafter sind mit ihren leichten „Rucksackbooten“ mit „on Tour“

 

-Video von Tim Eggen-